Welttag der psychischen Gesundheit: Früh hinschauen, früh helfen
Zum Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober rückt das Ressort Gesundheit die Bedeutung von Prävention, früher Unterstützung und zugänglichen Hilfsangeboten in den Mittelpunkt
BOZEN (LPA). Stress, Ängste, Trauer oder schwierige Lebensphasen gehören zum Leben. Psychisch gesund zu sein bedeutet nicht, immer fröhlich und fit zu sein. Wichtig ist, mit Belastungen umgehen zu können und Unterstützung zu holen, wenn diese nicht mehr allein bewältigbar sind. Darauf macht das Ressort Gesundheit am Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober aufmerksam.
"Psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliche Gesundheit. Deshalb wollen wir früh ansetzen, Belastungen erkennen und Unterstützung möglichst niederschwellig und wohnortnah anbieten. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt für die eigene Gesundheit", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Psychische Belastungen sind nicht automatisch eine psychische Erkrankung. Werden sie jedoch stärker oder halten sie länger an, können sie den Alltag, die Arbeit oder Beziehungen beeinträchtigen. Anhaltende Niedergeschlagenheit, starke Ängste, Erschöpfung, Schlaf- oder Konzentrationsprobleme, sozialer Rückzug oder Überforderung sollten deshalb ernst genommen werden.
Frühe Unterstützung kann verhindern, dass sich Belastungen verschärfen. In Südtirol stehen dafür Angebote wie der Psychologische Dienst, die psychologische Grundversorgung in den Gemeinschaftshäusern, die Schulpsychologie, Familienberatungsstellen sowie die kinder-, jugend- und erwachsenenpsychiatrischen Dienste bereit.
Als kostenlose und anonyme Beratung unterstützt das Psychologische Krisentelefon Südtirol Betroffene und Angehörige in psychischen Krisen und vermittelt an Hilfsangebote. 2025 wurden dort insgesamt 4717 Anrufe verzeichnet.
Wenn eine psychische Krise akut wird
Ein achtsamer Blick auf Mitmenschen kann helfen, psychische Krisen früh zu erkennen. Wichtig ist, aufmerksam hinzuschauen, die Situation einzuschätzen und die betroffene Person ruhig und direkt anzusprechen. Zuhören, ohne zu urteilen oder die Probleme herunterzuspielen, kann bereits entlasten. Gemeinsam sollte überlegt werden, welche Unterstützung notwendig ist und wie professionelle Hilfe organisiert werden kann. Bei akuter Gefahr ist der Notruf 112 zu wählen; für dringende psychosoziale Unterstützung kann man rund um die Uhr das Psychologische Krisentelefon (grüne Nummer 800 101 800) anrufen.
san
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- "Psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie körperliche Gesundheit. Deshalb wollen wir früh ansetzen, Belastungen erkennen und Unterstützung möglichst niederschwellig und wohnortnah anbieten. Hilfe zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt für die eigene Gesundheit", betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- Oft kann schon ein aufmerksames Gespräch viel bewirken. Wer Anzeichen einer psychischen Krise ernst nimmt, ruhig nachfragt und verständnisvoll zuhört, kann Betroffenen helfen. Gemeinsam kann man dann Unterstützung suchen. Bei akuter Gefahr ist der Notruf 112 zu wählen. (Foto: Pexels. Das Foto darf nur in Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung verwendet werden.) » [IMG 1 MB]
