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Risikoreicher Konsum, Missbrauch oder Abhängigkeit von illegalen Substanzen

Drogenkonsum und Abhängigkeit von Rauschmitteln sind kein marginales Problem unserer Gesellschaft, sondern ist in allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten verbreitet. Ein übermäßiger Konsum dieser Substanzen über längere Zeit kann schwerwiegende Folgen für die Gesundheit und die sozialen Beziehungen der betroffenen Person haben.

Für viele Menschen ist es nicht einfach, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Im Grunde geht es darum, eine fremde Person in das eigene Problem einzuweihen und es somit offen zu legen. Vielfach besteht die Angst, dass andere Menschen davon erfahren könnten. Doch in allen Einrichtungen besteht zum Schutz der Ratsuchenden absolute Schweigepflicht.

Wer von einer Abhängigkeit betroffen ist, kann sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die verschiedenen im Bereich „Abhängigkeitserkrankungen“ tätigen Dienste konstruktiv zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit sollte innerhalb der eigenen Einrichtungen als auch mit anderen Einrichtungen gewährleistet sein.

Ambulante Behandlungen/Beratungen

Hilfesuchende Personen und deren Familienangehörige können sich an die ambulanten Dienste des Sanitätsbetriebes (Dienste für Abhängigkeitserkrankungen) wenden.

Die Sekundärprävention „EXIT“ der Vereinigung La Strada-Der Weg bietet Beratung und Unterstützung für Jugendliche und Erwachsene, die illegale Suchtmittel wie Haschisch, Opiate oder Aufputschmittel konsumieren. Ziel ist es, das Risiko einer Abhängigkeit zu verringern. Auch Angehörige wie Familienmitglieder, Partnerin oder Partner und Freunde werden in die Beratung einbezogen und erhalten Unterstützung.

Entgiftungstherapie

Personen, die unter körperlicher Alkoholabhängigkeit leiden, können sich je nach Bettenverfügbarkeit in den Krankenhausabteilungen einer Entgiftungstherapie unterziehen.

Stationäre Behandlungen

In Südtirol kann die stationäre Behandlung in Therapiegemeinschaften im Therapiezentrum St. Isidor der Vereinigung La Strada-Der Weg in Anspruch genommen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, drogenabhängige Patienten in andere stationäre Therapieeinrichtungen in Italien oder im Ausland einweisen zu lassen.

Nützliche Links

Rechtsvorschriften

  • D.P.R. del 9.10.1990, n. 309 e successive modifiche „Testo unico delle leggi in materia di disciplina degli stupefacenti e sostanze psicotrope, prevenzione, cura e riabilitazione dei relativi stati di tossicodipendenza“
  • Decreto ministeriale del 30.11.1990, n. 444 „Regolamento concernente la determinazione dell’organico e delle caratteristiche organizzative e funzionali dei servizi per le tossicodipendenze da istituire presso le unità sanitarie locali“
  • Provvedimento del 21.01.1999: „Accordo Stato-Regioni per la Riorganizzazione del sistema di assistenza ai tossicodipendenti“, pubblicato sulla Gazzetta Ufficiale n. 61 del 15 marzo 1999
  • Provvedimento del 05.08.1999 della Conferenza permanente per i rapporti tra lo Stato, le Regioni e le Province Autonome di Trento e Bolzano: „Atto d’intesa Stato-Regioni sulla determinazione dei requisiti minimi standard per l’autorizzazione al funzionamento e l’accreditamento dei servizi privati di assistenza alle persone dipendenti da sostanze d’abuso“
  • Verordnung (EWG) Nr. 302/93 des Rates vom 8. Februar 1993 zur Schaffung einer Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht
  • Abkommen Staat-Regionen-Autonome Provinzen (Aktenzeichen Nr. 39/CSR vom 21 März 2024): Dokument über „Sicherheits- und Qualitätskriterien für therapeutische Gemeinschaften“ zur Unterstützung von Menschen mit pathologischen Suchterkrankungen

Letzte Aktualisierung: 24/03/2025